Loslassen ist das neue Anpacken

Loslassen ist das neue Anpacken

Lass! Jetzt! Los!

Wer Kinder hat – insbesondere Mädchen – kennt den Disney-Film »Die Eiskönigin«, in dem Elsa das Lied »Lass jetzt los!« singt. Indem sie loslässt, akzeptiert sie sich selbst und befreit sich vom Druck der anderen. Genau das ist das Geheimnis des Loslassens, über das nur wenige Bescheid wissen. Unser Leben ist geprägt davon, an Dingen festzuhalten – Ziele zu verfolgen. Wir verbeißen uns in eine Angelegenheit und setzen alles daran, uns durchzusetzen, selbst wenn der Aufwand überhaupt nicht mehr im Verhältnis zu dem zu erreichenden Ziel steht. Schlimmer noch: Wir halten an so vielem fest, dass uns keine Ressourcen mehr bleiben, Neues zu beginnen. Damit ketten wir uns selbst in der Vergangenheit fest, anstatt auf Flügeln in die Zukunft zu fliegen.

Wenn du nur zwei Hände hast und diese voll sind, kannst nichts Neues greifen und je nach Fitnesslevel beginnen die Gläser auch schwer zu werden… Das ist eine Metapher sein… Stell die Gläser ab und fühle die Erleichterung. Es ist ein Irrglaube, dass Loslassen schwerer als Festhalten ist. Es ist lediglich eine Entscheidung, die dich von der Erleichterung trennt.

Wer zu viel festhält, kann nichts mehr anpacken

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Um meinen Klienten das zu verdeutlichen, greife ich gerne zu einem kleinen Experiment: Gieß Wasser in ein Glas, nimm das Glas in die Hand und strecke den Arm aus. Kein Problem, richtig? Nun nimm ein zweites Glas in deine andere Hand und mache dasselbe.Was, wenn jetzt dein Handy klingelt oder du nach etwas anderem greifen musst? Richtig! Du hast keine Hand mehr frei. Wenn du nur zwei Hände hast und diese voll sind, kannst nichts Neues greifen und je nach Fitnesslevel beginnen die Gläser auch schwer zu werden… Das ist eine Metapher sein… Stell die Gläser ab und fühle die Erleichterung. Es ist ein Irrglaube, dass Loslassen schwerer als Festhalten ist. Es ist lediglich eine Entscheidung, die dich von der Erleichterung trennt.

 

 

Befreie dich vom Ballast!

Wir alle schleppen Unmengen an Ballast mit uns herum. Da sind nicht nur die Dinge, mit denen wir uns umgeben und die uns manchmal regelrecht ersticken und einmauern, da ist auch der Job, an dem wir nur festhalten, weil wir uns davor fürchten, einen Schritt in das Ungewisse zu machen und auch die Freundschaften und Beziehungen, die wir aufrechterhalten, obwohl sie uns keine Freude mehr bringen. Betrachte deshalb alles in deinem Leben – von deinem Kleiderschrank bis zu deiner Kontaktliste bis zu deinen Gewohnheiten und frage dich: Bringt es dir Freude? Lösen diese Menschen positive Impulse aus? Kostet es Kraft, an ihnen festzuhalten? Nur was dich glücklich macht, darf in deinem Leben bleiben, trenne dich von allem anderen. Das mag Angst auslösen, doch bereits der Philosoph Sören Kierkegaard stellte fest: »Angst ist der Schwindel der Freiheit«. Wenn du Neues in deinem Leben möchtest – eine neue Beziehung, einen neuen Job, ein ganz neues Leben – dann musst du zuerst loslassen, um überhaupt Platz zu schaffen. Du wirst sehen, wie sehr dich die Erleichterung beflügeln wird. Loslassen ist Entspannung, Festhalten ist Kampf. Probiere es aus! Lass jetzt los!

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