Michael Mittermeier – am 4. Dezember 2018 in Aalen

Michael Mittermeier – am 4. Dezember 2018 in Aalen

Michael Mittermeier – am 4. Dezember 2018 in Aalen

359396a5-b06a-4f14-b9a6-fdaa7533dbe0Comedy Michael Mittermeier Aalen

Michael Mittermeier erzählt im Interview, was es mit seinem neuen Programm „Lucky Punch – die Todes-Wuchtl schlägt zurück“ auf sich hat. 
  • Mit der „Wuchtl“, genauer gesagt sogar der „Todes-Wuchtl“ kommt der Comedian Michael Mittermeier am Dienstag, 4. Dezember, 20 Uhr in die Stadthalle Aalen. Dagmar Oltersdorf sprach mit ihm vorab, was darunter eigentlich zu verstehen ist und was sein Publikum erwartet.

Herr Mittermeier, es ist ja noch nicht so lange her: Sind sie mit dem Ausgang der Bayernwahl zufrieden?

Michael Mittermeier: Für die Grünen bin ich zufrieden. Aber insgesamt kann man mit der ganzen Entwicklung nicht zufrieden sein. Es geht ja nicht um Häme, aber es geht darum, wie sich die politische Landschaft verändert hat. Damit meine ich auch das Bauerntheater um unseren ehemaligen Ministerpräsidenten. Ein trauriges Bild. Allein, dass die Menschen Grün wählen, löst es ja nicht …

Michael Mittermeier: Leider nicht. Wenn es eine gäbe, dann wäre es schön und ich würde die Wuchtl raushauen. Vielleicht die: Ich bin gerade auch in Österreich unterwegs. Die sagen, was bei uns passiert, ist ein Linksruck. Die Wahl hat gezeigt, dass die Masse nicht monothematisch in die Zukunft gehen will. Sie hat aber auch gezeigt, dass viele das Programm der AfD nicht kennen. Denn sie haben damit gegen ihre Nöte und Überzeugungen gewählt. Was Rente und Sozialgesetzgebung betrifft, müssten diese Menschen eigentlich Links wählen.

Nun zu Ihrem Programm. Was ist denn nun eine Todeswuchtl?

Michael Mittermeier: Wuchtl ist das österreichische Wort für eine gute Pointe. Die Todeswuchtl ist dann eine Pointe mit einer Escape-Taste. Alle Lachen und dann bist du raus aus einer Nummer. Als ich in der Schule war, hat mir so eine Todeswuchtl schon manches Mal geholfen.

Wie lange arbeiten Sie denn an so einer Wuchtl?

Michael Mittermeier: Die besten Wuchtln fallen einem einfach ein. Man sieht was, schreibt es auf und dann ist es auch schon. Ein Komikerhirn denkt ja anders als das normale Hirn. Ich sehe was, lege es in Schieflage, überzeichne und das ist es. Die Welt da draußen ist der beste Wuchtllieferant.

Es geht in ihren Programmen immer um Superhelden? Gucken Sie denn solche Filme?

Michael Mittermeier: Sonst würde ich gar nicht in den Genuss kommen, das in mein Programm aufzunehmen. Superman etwa bietet gute Vorlagen, der hat ja zuletzt nur rumgewinselt. Einen rumwinselnden Batman oder Superman will aber ja keiner. Wenn der sagt, ich muss erst mal zu meinem Therapeuten, dann funktioniert das nicht. Christian Bale war der wahre Batman. Da braucht es eine taffe Sau. Ben Affleck kann gerne als Trambahnfahrer in Wien arbeiten.

Hier in der Region, in Schwäbisch Gmünd, gibt es ein Bud Spencer Bad, weil der da mal war. Was bedeutet Ihnen denn Bud Spencer?

Michael Mittermeier: Er ist definitiv einer der alten Superhelden. Wir haben ja diese Filme alle im Kino gesehen, bei jedem neuen Bud-Spencer-Film sind wir ins Kino gerannt. Das war großartig für uns. Wenn das heute spätnachts läuft, da kann man sich das durchaus anschauen. Ich hoffe aber, die haben da in Gmünd das Wasser, seitdem er da war, auch mal ausgetauscht.

Zurück zu ihrem Programm – um was geht es grob bei Lucky Punch? Gibt es einen roten Faden?

Michael Mittermeier: Der rote Faden sind die guten Wuchtln, das sieht man den Reaktionen der Menschen nach den bisherigen Vorstellungen an. Ich habe selten für ein Programm so viel fast ausschließlich gute Kritiken bekommen. Es geht viel um den Alltag, um das, was uns umgibt. Alles ist sehr nah an Leuten dran, deshalb kommt es auch so gut an.

Sie touren immer sehr lange. Wie bleiben sie fit?

Michael Mittermeier: Ich trainiere jetzt schon auch, mach meinen Sport, sonst wird es schwierig. Aber ich bekomme auch wahnsinnig viele gute Energie aus dem Publikum – und das ist keine Frage von viel oder wenig Zuschauern, es gibt da kein besser oder schlechter. Ich spiele ja alle Hallengrößen. Diesmal bin ich mit einer kleinen Produktion unterwegs, wir sind dadurch sehr flexibel. Nicht mit einem ganzen Truck voller Material unterwegs sein zu müssen, das ist Freiheit für mich. Am Ende des Tages geht es um den Kern und das ist das Wort.

Zu guter Letzt: Haben Sie auch eine Schwaben-Wuchtl dabei oder wurde die für den Auftritt in Aalen weggepackt?

Michael Mittermeier: Ich habe schon einige gemacht und es gibt eine schöne Nummer über den oberschwäbischen Jungbauernkalender. Vielleicht lernen den die Aalener dann auch kennen.

Karten ab 36,85 Euro gibt es an allen bekannten VVKS-Stellen der Region, in Aalen im Touristik-Service, Tel.: (07361) 522358/9), sowie im Internet unter www.tickets-kba.de, www.printyourticket.de und www.eventim.de online.

Foto: privat

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