Bergwerkführung: Eine Sonderführung im Tiefen Stollen

Bergwerkführung: Eine Sonderführung im Tiefen Stollen

Bergwerkführung: Eine Sonderführung im Tiefen Stollen

SchwäPo-Volontärin Janina Ellinger besucht das Besucherbergwerk Tiefer Stollen bei einer Sonderführung in Aalen-Wasseralfingen und erzählt von ihren Erlebnissen.

Eingang Tiefer Stollen
SchwäPo-Volontärin Janina Ellinger vor dem Eingang vom Tiefen Stollen. Foto: ina

Es ist dunkel. Unter meinen Füßen spüre ich mehrere lose und unebene Gesteinsbrocken im Wasser liegen. Mit der Spitze meines rechten Gummistiefels schiebe ich einige beiseite, um einen festeren Stand auf dem rutschigen Boden zu bekommen. Das Wasser ist angenehm kühl und reicht mir bis über meine Fußknöchel. Die Luft ist klar und frisch und ich atme tief ein. Unter die abgekühlte Luft mischt sich ein leichter Rauchgeruch. Der kommt von der kleinen Flamme der Grubenlampe, die der Führer der Sonderführung im Tiefen Stollen,  Alexander Schmidt, vor einigen Minuten ausgeblasen hat.

Meine linke Hand liegt auf der kalten und feuchten Steinwand, und hinter mir höre ich leise das Plätschern von Wasser. Der Grubengang im Tiefen Stollen, in dem meine Gruppe und ich sind, ist so eng und klein, dass wir nur hintereinander stehen können und mein ausgestreckter Arm die Decke berühren könnte. Trotzdem habe ich keine Angst. Denn ich höre immer noch die leise Stimme von Schmidt, die im stillgelegten Grubengang der Förderstrecke C widerhallt. „Man kann nicht mal die Hand vor den Augen sehen“, sagt er. Was ich natürlich sofort ausprobiere und meine rechte Hand vor mein Gesicht halte. Nichts. Auch als ich mich umdrehe und versuche, in dem Gang hinter mir zu erkennen, woher das Wasserplätschern kommt, sehe ich nur Dunkelheit. Doch dafür merke ich, wie meine anderen Sinne schärfer werden. Zum Beispiel spüre und höre ich, wie mein Nachbar seine Füße im Wasser bewegt.

Die Arbeit im Tiefen Stollen

Bergleute halten zusammen Vorne fragt ein Teilnehmer meiner Gruppe: „Was passierte mit Bergleuten, denen die Lampe ausging?“. Wir stehen weiter im Dunkeln und auch ich frage
mich, was ich in so einer Situation machen würde. Schmidt erklärt uns, dass Bergleute zuerst nach Licht Ausschau gehalten haben. Dann wurde nach Hilfe gerufen. Wichtig sei gewesen, sich nicht im Dunkeln zu bewegen, sondern dort bleiben, wo das Licht ausgegangen sei. Denn beim Umherwandern sei das Risiko groß, in einen Abgrund im
Berg zu fallen. Aber zurückgelassen wurde keiner, sagt Schmidt. Denn am Eingang des Stollens musste jeder Arbeiter eine Marke abgeben. War diese nach dem Schichtbetrieb nicht abgeholt, wurde nach dem Vermissten gesucht. Gespannt höre ich zu und überlege, wie es wohl war, im Tiefen Stollen zu arbeiten.

Im Tiefen Stollen

Die Gruppe der Sonderführung dringt in die engen Gänge des Tiefen Stollens ein. Foto: ina

Nur mit einer kleinen Öllampe zu dritt Eisenerz aus dem Berg zu graben. „Sechs Tage die Woche zwischen zwölf und 13 Stunden haben die Bergleute im Stollen gearbeitet“, sagt Schmidt. Auch der Zusammenhalt der Bergleute untereinander sei sehr wichtig gewesen, sagt Schmidt. Und das Gefühl von Zusammenhalt springt auch auf mich während der dreieinhalbstündigen Erlebnisführung über. Zum Beispiel beim „Fahren“, wie Bergleute das Gehen durch die engen Gänge im Stollen nannten. Ich habe die anderen sechs Teilnehmer noch nie gesehen, trotzdem versuchen wir, im selben Tempo zu gehen. „Wir wechseln uns ab. Jeder darf mal nach vorne“, sagt ein Teilnehmer am am Eingang zu mir. Und er und die anderen halten ihr Wort. Bleiben wir bei besonderen Stationen stehen, wie zum Beispiel den zahnförmigen Kalkgebilden oder den metallenen Rädern, an denen Loren nach oben transportiert wurden und die tief im Braunenberg zu finden sind, wechseln wir die Positionen durch. Eine kleine Abkühlung. Zum Beispiel bei einem Treppengang, wo wir kurz halt machen. Er führt mehrere Stufen tief nach unten, und es ist ein lautes Rauschen zu hören. Von der Decke tropft Wasser auf meinen orange farbenen Helm und auch an der Wand laufen kleine Rinnsale hinunter.

Trinkbares Wasser

„Man kann das Wasser trinken“, sagt Schmidt zu meiner Überraschung und trinkt selbst ein paar Tropfen. Das will ich auch probieren und sammle ein paar Tropfen in meiner Handfläche. Das Wasser schmeckt erfrischend und etwas nach Eisen. Dann geht es weiter. Durch Wasser und steinige und matschige Böden geht es durch die Tagesstrecke 1 bis tief in den Braunenberg hinein. Der tiefste Punkt im Berg Gesprochen wird wenig, vor allem, wenn wir uns geduckt durch die engen Gänge bewegen müssen. Selbst ich weiß nicht, wohin ich schauen soll. Auf die steinige Decke, damit ich mir nicht den Kopf stoße, oder auf den matschigen Boden, um nicht auszurutschen. Die Gänge sind teilweise so niedrig, dass sich einige der männlichen Gruppenmitglieder ihre Helme an der Steindecke anstoßen oder daran entlang schrammen. Zu hören ist nur ein schmatzendes Geräusch der Gummistiefel, die in der schlammigen Erde versinken.

Zum Beispiel in der Förderstrecke B, in der mein rechter Fuß plötzlich so tief versinkt, dass ich ihn kaum mehr herausbekomme. Zum Glück habe ich die richtige Größe gewählt, denke ich mir, als ich meinen Schuh nach ein paar Sekunden Hin- und Her-wackeln endlich befreien kann. Nachdem wir den tiefsten Punkt des Bergwerks erreicht haben, geht es zu den Sandsteinhallen. Dort zeigt uns Schmidt auf einem Modell aus Plastik, welche Wege wir gegangen sind, bevor wir mit dem Ruf der Bergleute „Glück auf“ aus dem Stollen mit dem orangenen „Zügle“ fahren.

Janina Ellinger, Fotos Oliver Giers (opo), Janina Ellinger (ina)

Das Besucherbergwerk Tiefer Stollen liegt am Erzhäusle 1 in Aalen-Wasseralfingen. Sonderführungen in das innere des Bergwerks können ab 14 Jahren nach Vereinbarung unter: 07361 970249 angefragt werden. Die Sonderführung dauert zwischen dreieinhalb und vier Stunden.

AbEnde März bis Anfang November ist das Besucherbergwerk dienstags bis sonntags von  9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Führung dauert ca. eineinhalb Stunden.

Der Eintritt kostet Erwachsenen 7 Euro,  Ermäßigte (Schüler, Studenten, Senioren, Behinderte) 6,50 Euro, Kinder zahlen 5 Euro.

SchwäPo-Volontärin Janina Ellinger besucht das Besucherbergwerk Tiefer Stollen bei einer Sonderführung in Aalen-Wasseralfingen und erzählt von ihren Erlebnissen.

Es ist dunkel. Unter meinen Füßen spüre ich mehrere lose und unebene Gesteinsbrocken im Wasser liegen. Mit der Spitze meines rechten Gummistiefels schiebe ich einige beiseite, um einen festeren Stand auf dem rutschigen Boden zu bekommen. Das Wasser ist angenehm kühl und reicht mir bis über meine Fußknöchel. Die Luft ist klar und frisch und ich atme tief ein. Unter die abgekühlte Luft mischt sich ein leichter Rauchgeruch. Der kommt von der kleinen Flamme der Grubenlampe, die der Führer der Sonderführung im Tiefen Stollen,  Alexander Schmidt, vor einigen Minuten ausgeblasen hat.

Meine linke Hand liegt auf der kalten und feuchten Steinwand, und hinter mir höre ich leise das Plätschern von Wasser. Der Grubengang im Tiefen Stollen, in dem meine Gruppe und ich sind, ist so eng und klein, dass wir nur hintereinander stehen können und mein ausgestreckter Arm die Decke berühren könnte. Trotzdem habe ich keine Angst. Denn ich höre immer noch die leise Stimme von Schmidt, die im stillgelegten Grubengang der Förderstrecke C widerhallt. „Man kann nicht mal die Hand vor den Augen sehen“, sagt er. Was ich natürlich sofort ausprobiere und meine rechte Hand vor mein Gesicht halte. Nichts. Auch als ich mich umdrehe und versuche, in dem Gang hinter mir zu erkennen, woher das Wasserplätschern kommt, sehe ich nur Dunkelheit. Doch dafür merke ich, wie meine anderen Sinne schärfer werden. Zum Beispiel spüre und höre ich, wie mein Nachbar seine Füße im Wasser bewegt.

Die Arbeit im Tiefen Stollen

Bergleute halten zusammen Vorne fragt ein Teilnehmer meiner Gruppe: „Was passierte mit
Bergleuten, denen die Lampe ausging?“. Wir stehen weiter im Dunkeln und auch ich frage
mich, was ich in so einer Situation machen würde. Schmidt erklärt uns, dass Bergleute zuerst nach Licht Ausschau gehalten haben. Dann wurde nach Hilfe gerufen. Wichtig sei gewesen, sich nicht im Dunkeln zu bewegen, sondern dort bleiben, wo das Licht ausgegangen sei. Denn beim Umherwandern sei das Risiko groß, in einen Abgrund im
Berg zu fallen. Aber zurückgelassen wurde keiner, sagt Schmidt. Denn am Eingang des Stollens musste jeder Arbeiter eine Marke abgeben. War diese nach dem Schichtbetrieb nicht abgeholt, wurde nach dem Vermissten gesucht. Gespannt höre ich zu und überlege, wie es wohl war, im Tiefen Stollen zu arbeiten.

Nur mit einer kleinen Öllampe zu dritt Eisenerz aus dem Berg zu graben. „Sechs Tage die Woche zwischen zwölf und 13 Stunden haben die Bergleute im Stollen gearbeitet“, sagt Schmidt. Auch der Zusammenhalt der Bergleute untereinander sei sehr wichtig gewesen, sagt Schmidt. Und das Gefühl von Zusammenhalt springt auch auf mich während der dreieinhalbstündigen Erlebnisführung über. Zum Beispiel beim „Fahren“, wie Bergleute das Gehen durch die engen Gänge im Stollen nannten. Ich habe die anderen sechs Teilnehmer noch nie gesehen, trotzdem versuchen wir, im selben Tempo zu gehen. „Wir wechseln uns ab. Jeder darf mal nach vorne“, sagt ein Teilnehmer am am Eingang zu mir. Und er und die anderen halten ihr Wort. Bleiben wir bei besonderen Stationen stehen, wie zum Beispiel den zahnförmigen Kalkgebilden oder den metallenen Rädern, an denen Loren nach oben transportiert wurden und die tief im Braunenberg zu finden sind, wechseln wir die Positionen durch. Eine kleine Abkühlung. Zum Beispiel bei einem Treppengang, wo wir kurz halt machen. Er führt mehrere Stufen tief nach unten, und es ist ein lautes Rauschen zu hören. Von der Decke tropft Wasser auf meinen orange farbenen Helm und auch an der Wand laufen kleine Rinnsale hinunter.

Trinkbares Wasser

„Man kann das Wasser trinken“, sagt Schmidt zu meiner Überraschung und trinkt selbst ein paar Tropfen. Das will ich auch probieren und sammle ein paar Tropfen in meiner Handfläche. Das Wasser schmeckt erfrischend und etwas nach Eisen. Dann geht es weiter. Durch Wasser und steinige und matschige Böden geht es durch die Tagesstrecke 1 bis tief in den Braunenberg hinein. Der tiefste Punkt im Berg Gesprochen wird wenig, vor allem, wenn wir uns geduckt durch die engen Gänge bewegen müssen. Selbst ich weiß nicht, wohin ich schauen soll. Auf die steinige Decke, damit ich mir nicht den Kopf stoße, oder auf den matschigen Boden, um nicht auszurutschen. Die Gänge sind teilweise so niedrig, dass sich einige der männlichen Gruppenmitglieder ihre Helme an der Steindecke anstoßen oder daran entlang schrammen. Zu hören ist nur ein schmatzendes Geräusch der Gummistiefel, die in der schlammigen Erde versinken.

Zum Beispiel in der Förderstrecke B, in der mein rechter Fuß plötzlich so tief versinkt, dass ich ihn kaum mehr herausbekomme. Zum Glück habe ich die richtige Größe gewählt, denke ich mir, als ich meinen Schuh nach ein paar Sekunden Hin- und Her-wackeln endlich befreien kann. Nachdem wir den tiefsten Punkt des Bergwerks erreicht haben, geht es zu den Sandsteinhallen. Dort zeigt uns Schmidt auf einem Modell aus Plastik, welche Wege wir gegangen sind, bevor wir mit dem Ruf der Bergleute „Glück auf“ aus dem Stollen mit dem orangenen „Zügle“ fahren. Janina Ellinger

Das Besucherbergwerk Tiefer Stollen liegt am Erzhäusle 1 in Aalen-Wasseralfingen. Sonderführungen in das innere des Bergwerks können ab 14 Jahren nach Vereinbarung unter: 07361 970249 angefragt werden. Die Sonderführung dauert zwischen dreieinhalb und vier Stunden.

AbEnde März bis Anfang November ist das Besucherbergwerk dienstags bis sonntags von  9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Führung dauert ca. eineinhalb Stunden.

Der Eintritt kostet Erwachsenen 7 Euro,  Ermäßigte (Schüler, Studenten, Senioren, Behinderte) 6,50 Euro, Kinder zahlen 5 Euro.

SchwäPo-Volontärin Janina Ellinger besucht das Besucherbergwerk Tiefer Stollen bei einer Sonderführung in Aalen-Wasseralfingen und erzählt von ihren Erlebnissen.

Es ist dunkel. Unter meinen Füßen spüre ich mehrere lose und unebene Gesteinsbrocken im Wasser liegen. Mit der Spitze meines rechten Gummistiefels schiebe ich einige beiseite, um einen festeren Stand auf dem rutschigen Boden zu bekommen. Das Wasser ist angenehm kühl und reicht mir bis über meine Fußknöchel. Die Luft ist klar und frisch und ich atme tief ein. Unter die abgekühlte Luft mischt sich ein leichter Rauchgeruch. Der kommt von der kleinen Flamme der Grubenlampe, die der Führer der Sonderführung im Tiefen Stollen,  Alexander Schmidt, vor einigen Minuten ausgeblasen hat.

Meine linke Hand liegt auf der kalten und feuchten Steinwand, und hinter mir höre ich leise das Plätschern von Wasser. Der Grubengang im Tiefen Stollen, in dem meine Gruppe und ich sind, ist so eng und klein, dass wir nur hintereinander stehen können und mein ausgestreckter Arm die Decke berühren könnte. Trotzdem habe ich keine Angst. Denn ich höre immer noch die leise Stimme von Schmidt, die im stillgelegten Grubengang der Förderstrecke C widerhallt. „Man kann nicht mal die Hand vor den Augen sehen“, sagt er. Was ich natürlich sofort ausprobiere und meine rechte Hand vor mein Gesicht halte. Nichts. Auch als ich mich umdrehe und versuche, in dem Gang hinter mir zu erkennen, woher das Wasserplätschern kommt, sehe ich nur Dunkelheit. Doch dafür merke ich, wie meine anderen Sinne schärfer werden. Zum Beispiel spüre und höre ich, wie mein Nachbar seine Füße im Wasser bewegt.

Die Arbeit im Tiefen Stollen

Bergleute halten zusammen Vorne fragt ein Teilnehmer meiner Gruppe: „Was passierte mit
Bergleuten, denen die Lampe ausging?“. Wir stehen weiter im Dunkeln und auch ich frage
mich, was ich in so einer Situation machen würde. Schmidt erklärt uns, dass Bergleute zuerst nach Licht Ausschau gehalten haben. Dann wurde nach Hilfe gerufen. Wichtig sei gewesen, sich nicht im Dunkeln zu bewegen, sondern dort bleiben, wo das Licht ausgegangen sei. Denn beim Umherwandern sei das Risiko groß, in einen Abgrund im
Berg zu fallen. Aber zurückgelassen wurde keiner, sagt Schmidt. Denn am Eingang des Stollens musste jeder Arbeiter eine Marke abgeben. War diese nach dem Schichtbetrieb nicht abgeholt, wurde nach dem Vermissten gesucht. Gespannt höre ich zu und überlege, wie es wohl war, im Tiefen Stollen zu arbeiten.

Nur mit einer kleinen Öllampe zu dritt Eisenerz aus dem Berg zu graben. „Sechs Tage die Woche zwischen zwölf und 13 Stunden haben die Bergleute im Stollen gearbeitet“, sagt Schmidt. Auch der Zusammenhalt der Bergleute untereinander sei sehr wichtig gewesen, sagt Schmidt. Und das Gefühl von Zusammenhalt springt auch auf mich während der dreieinhalbstündigen Erlebnisführung über. Zum Beispiel beim „Fahren“, wie Bergleute das Gehen durch die engen Gänge im Stollen nannten. Ich habe die anderen sechs Teilnehmer noch nie gesehen, trotzdem versuchen wir, im selben Tempo zu gehen. „Wir wechseln uns ab. Jeder darf mal nach vorne“, sagt ein Teilnehmer am am Eingang zu mir. Und er und die anderen halten ihr Wort. Bleiben wir bei besonderen Stationen stehen, wie zum Beispiel den zahnförmigen Kalkgebilden oder den metallenen Rädern, an denen Loren nach oben transportiert wurden und die tief im Braunenberg zu finden sind, wechseln wir die Positionen durch. Eine kleine Abkühlung. Zum Beispiel bei einem Treppengang, wo wir kurz halt machen. Er führt mehrere Stufen tief nach unten, und es ist ein lautes Rauschen zu hören. Von der Decke tropft Wasser auf meinen orange farbenen Helm und auch an der Wand laufen kleine Rinnsale hinunter.

Trinkbares Wasser

„Man kann das Wasser trinken“, sagt Schmidt zu meiner Überraschung und trinkt selbst ein paar Tropfen. Das will ich auch probieren und sammle ein paar Tropfen in meiner Handfläche. Das Wasser schmeckt erfrischend und etwas nach Eisen. Dann geht es weiter. Durch Wasser und steinige und matschige Böden geht es durch die Tagesstrecke 1 bis tief in den Braunenberg hinein. Der tiefste Punkt im Berg Gesprochen wird wenig, vor allem, wenn wir uns geduckt durch die engen Gänge bewegen müssen. Selbst ich weiß nicht, wohin ich schauen soll. Auf die steinige Decke, damit ich mir nicht den Kopf stoße, oder auf den matschigen Boden, um nicht auszurutschen. Die Gänge sind teilweise so niedrig, dass sich einige der männlichen Gruppenmitglieder ihre Helme an der Steindecke anstoßen oder daran entlang schrammen. Zu hören ist nur ein schmatzendes Geräusch der Gummistiefel, die in der schlammigen Erde versinken.

Zum Beispiel in der Förderstrecke B, in der mein rechter Fuß plötzlich so tief versinkt, dass ich ihn kaum mehr herausbekomme. Zum Glück habe ich die richtige Größe gewählt, denke ich mir, als ich meinen Schuh nach ein paar Sekunden Hin- und Her-wackeln endlich befreien kann. Nachdem wir den tiefsten Punkt des Bergwerks erreicht haben, geht es zu den Sandsteinhallen. Dort zeigt uns Schmidt auf einem Modell aus Plastik, welche Wege wir gegangen sind, bevor wir mit dem Ruf der Bergleute „Glück auf“ aus dem Stollen mit dem orangenen „Zügle“ fahren. Janina Ellinger

Das Besucherbergwerk Tiefer Stollen liegt am Erzhäusle 1 in Aalen-Wasseralfingen. Sonderführungen in das innere des Bergwerks können ab 14 Jahren nach Vereinbarung unter: 07361 970249 angefragt werden. Die Sonderführung dauert zwischen dreieinhalb und vier Stunden.

AbEnde März bis Anfang November ist das Besucherbergwerk dienstags bis sonntags von  9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Führung dauert ca. eineinhalb Stunden.

Der Eintritt kostet Erwachsenen 7 Euro,  Ermäßigte (Schüler, Studenten, Senioren, Behinderte) 6,50 Euro, Kinder zahlen 5 Euro.

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