Den Sternen ganz nah – Ein Blick in die Sternwarte Aalen

Den Sternen ganz nah – Ein Blick in die Sternwarte Aalen

Den Sternen ganz nah – Ein Blick in die Sternwarte Aalen

Dr. Ralf Wichard schaut durch das  große Teleskop in der Sternwarte und beobachtet  Sonnenflecken. Das sind Stellen an der Sonne, die etwas kühler sind als ihre Umgebung.
Die Sternwarte liegt auf der Schillerhöhe Aalen und wird seit 2001 von der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft Aalen betrieben, Dr. Ralf Wichard ist Vorsitzender dieses Vereins.

Im Innern der Sternwarte

Als ich die Tür öffne, fällt vor allem das beeindruckende Teleskop auf. Es steht in der Mitte des Raumes und ist auf die Öffnung der Kuppel gerichtet. „Ein Zeiss-Refraktor“, so Wichard. Dies ist ein ganz besonderes Teleskop, statt eines Rohrs zum Durchschauen hat es
gleich drei. Eines ist für die „normale“ Nachtbeobachtung, zwei Meter lang. Ein anderes macht mit einer insatallierten Webcam Aufnahmen vom Himmel. Ralf Wichard zeigt stolz einen Bildschirm hinter dem Teleskop, auf dem eine Live-Übertragung von der Webcam gezeigt wird. Mit dem dritten Rohr beobachtet Wichard die Sonne. Daher sei es für die Augen ganz unbedenklich hindurchzuschauen, weil hier eine spezielle Linse eingebaut ist, sagt er.

Das Teleskop – Herzstück der Sternwarte

Teleskop in Sternwarte

„Zeiss-Refraktor“ der Sternwarte Aalen: Drei Fernrohre ermöglichen einen vielfältigen Blick in die Welt der Sterne. Foto: opo

Das Teleskop hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Es wurde 1941 gebaut und kam 1969 in die Sternwarte Aalen. Damals stifteten die Stadt Aalen und die Firma Zeiss es für Schulklassen, bis es der Verein der Astronomischen Arbeitsgemeinschaft übernommen hat. Zudem wird die Sternwarte über Fördergelder und Spenden finanziert. Doch wie genau funktioniert das Teleskop eigentlich? Der Zeiss-Refraktor ist
ein Linsenteleskop. Zwei Linsen am Teleskop sorgen dafür, dass die weit entfernten Objekte vergrößert werden. „Das Teleskop ist auf den Polarstern ausgerichtet“, erklärt Ralf Wichard. Am Tag mache das Teleskop eine 360-Grad- Drehung um den Polarstern herum. Dabei dreht es sich pro Stunde um 15 Grad weiter. Verantwortlich für diese Drehung ist
ein Nachführgerät am Teleskop. Das wird per Hand über eine Kurbel am hinteren Ende des Geräts alle zwei Stunden aufgezogen.

Ein Blick in den Himmel

Auch die Kuppel ist verstellbar und hat einen Durchmesser von vier Metern. Zur Winterzeit ist gerade morgens von hier aus gut die Venus zu sehen. In der zweiten Nachthälfte kann man Saturn und Jupiter beobachten. Allerdings sind die Sichtverhältnisse stark abhängig von der Jahreszeit und der Wetterlage. Ideal für die Himmelsbeobachtung seien, ganz klar, klare Tage und Nächte, so Wichard. Jedes Jahr besuchen rund 2000 Menschen die Sternwarte. Darunter viele Schulklassen im Rahmen ihres Unterrichts. Aber auch Hobbby-Sternengucker.

Carolin Hortig, Fotos Oliver Giers (opo)

Die Sternwarte Aalen befindet sich auf der Schillerhöhe Aalen oberhalb der Sankt-Johann-Straße 15. Öffentliche Sonnenbeobachtungen finden jeden Sonntagnachmittag zwische 14 und 16 Uhr bei klarem Wetter statt. Freitagabends ab 20 Uhr wird der Nachthimmel unter die Lupe genommen. Gruppenführungen ab sechs Personen können nach Vereinbarung unter 07364 / 5978 oder 07361 / 66 33 7 angefragt werden.  Die Führungen sind kostenfrei.

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