Rund ums Fasten

Rund ums Fasten

Rund ums Fasten

Nach dem Fasching beginnt die Fastenzeit (vom 6. März bis zum 18. April). Für Einige hat es einen gläubigen Hintergrund, für andere einen gesundheitlichen Aspekt das Essen einfach einmal wegzulassen oder zu reduzieren. Wir haben für euch in diesem Beitrag fünf Fragen beantwortet, die wir rund um das Thema „Fasten“ als wichtig erachten.

Woher kommt das Fasten?

Der Begriff „Fasten“ stammt aus dem Althochdeutschen, was ursprünglich „(an den Geboten der Enthaltsamkeit) festhalten“ bedeutet. Darunter wird die teilweise oder sogar völlige Enthaltung von speziellen oder aber auch von allen Getränken und Speisen über einen bestimmten Zeitraum hinweg verstanden. Als heutzutage bekannte Fastenzeit wird der Zeitraum vom 6. März bis zum 18. April verstanden.

Welche Arten von Fasten gibt es?

Es gibt unzählige Methoden zum Fasten. Wir stellen euch fünf Arten genauer vor.

  • Null- bzw. Wasserfasten
    Das ist mit Abstand die härteste Fasten-Methode. Ihr dürft nichts zu euch nehmen außer Wasser und Kräutertees. Euer Körper reagiert natürlich auf diese strenge Fastenform. Er lässt alle Stoffwechselvorgänge auf das Minimum herunter fahren. Um trotzdem ein bisschen Energie zu haben, greift euer Körper auf Energiedepots zurück, diese sind zum Beispiel Fettpölsterchen oder auch ein Teil der Muskeln. Die Folge dieses extremen fastens kann Müdigkeit sein und auch Kopfschmerzen. Nach Beendigung dieser Methode kommt der Jojo-Effekt zum Vorschein: Die verlorenen Kilos sind schnell wieder da. Mediziner raten von dieser strengen Form ab! Wer jedoch trotzdem seine Nahrungsaufnahme reduzieren möchte, dem empfehlen wir die folgenden vier Möglichkeiten.
  • Fasten nach Otto Buchinger
    Einer der bekannten deutschen Vorreiter für das sogenannte „Heilfasten“ ist Dr. Otto Buchinger I. Er gründete vor fast hundert Jahren das erste Kurheim für Heilfastenkuren. Bei seinem Konzept wird der Mensch als ganzheitliches System wahrgenommen. Durch das Heilfasten sollen neben den unnötigen Stoffen auch seelischer Ballast entfernt werden. Er rät deswegen, das Fasten in einer ruhigen, meditativen Umgebung durchzuführen.
    Bevor das eigentliche Fasten beginnt, startet man mit einem Entlastungstag. An diesem Tag nehmt ihr nur leichte Kost zu euch, wie bspw. Haferflocken, einen Apfel oder Naturjoghurt. Zusätzlich wird eine Glaubersalz-Lösung eingenommen, um den Darm zu reinigen. Diese Lösung hat eine stark abführende Wirkung.
    In den nächsten Tagen folgt nur flüssige Nahrung in Form von Gemüsebrühe, Obst- und Gemüsesäften. Somit nimmt man rund 250 Kalorien pro Tag zu sich. Dieses Konzept kann man nach Wunsch auch durch Eiweiße in Form von Milchprodukten oder durch Mikronährstoffe ergänzen. Ausreichende Bewegung gehört natürlich auch zu diesem Konzept. Jedoch wird bereits der Stoffwechsel und die Muskeln durch einen zügigen Spaziergang angeregt. Durch sportliche Tätigkeiten wird somit ein Schwund der Muskelmasse vorgebeugt, welcher durch dieses Fasten ausgelöst werden kann.
  • Fasten nach Hildegard von Bingen
    In Zeiten des Mittelalters war Hildegard von Bingen eine der bekanntesten Gelehrten. Sie gilt als Vorreiterin der ganzheitlichen Medizin. Bei ihrem Fastenkonzept wird der Mensch als System aus Körper und Geist angesehen. Hildegard von Bingen war der Meinung, dass erst durch innere Einkehr eine Person vollständig geheilt werden kann. Bei ihrem Ansatz ist besonders die innere Einkehr und Meditation von Bedeutung. Auch hier startet man mit einer leichten Kost als Vorbereitungszeit, auf welche eine Reinigung des Darms wieder folgt.
    Anschließend nimmt man ein- bis zweimal täglich Gemüsebrühe zu sich, angereichert mit Dinkelschrot und frischen Kräutern. Zudem darf man bei diesem Konzept gedünstete Äpfel zu sich nehmen, Fencheltee und ordentlich Bewegung darf natürlich nicht fehlen. Pro Tag ist eine Zunahme von 800 Kalorien erlaubt.
  • Fasten nach F. X. Mayr
    F. X. Mayr ist ein österreichischer Arzt. Für ihn steht eine schonende Reinigung des Darmtraktes im Mittelpunkt, durch Hilfe von Einläufen und Spülungen.
    Bei diesem Fasten-Ansatz dürfte bei so manchen Freude aufkommen, denn: Kohlenhydrate sind erlaubt! Nur die Zubereitung ist für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig. Pro Tag darf man Kräutertees und Gemüsebrühe zu sich nehmen. Zudem zweimal täglich ein altbackenes Brötchen mit ein bisschen Milch. Zudem, was auch vielen gefallen dürfte, wendet man bei diesem Ansatz Bauchmassagen an. Das Ziel besteht in einer besseren Durchblutung der Organe, sowie in der Anregung der Funktionen von Darm, Galle, Milz, Blase und der Leber.
  • Basenfasten
    cup-829527_960_720Die letzte Methode die wir euch vorstellen ist das Basenfasten. Bei diesem Ansatz wird jedoch nicht auf eine Aufnahme der Nahrung verzichtet. Hier wird zwischen basischen und sauren Lebensmitteln unterschieden. Durch die häufige Zunahme von sauren Lebensmitteln kann es zur Folge haben, dass man sich müde fühlt und Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme bekommt. Das Ziel des Basenfastens ist es, dass man während dieser Kur auf saure Lebensmittel komplett verzichtet. Jedoch sollte vorher genauer nachgeschautwerden, welche Lebensmittel als sauer gelten. Den nicht weil Lebensmittel sauer schmecken, handelt es sich auch um saure Lebensmittel. 😉

 

So nun hoffen wir, dass ihr einen kleinen Überblick über verschiedene Fasten-Methoden erhalten habt. Wenn ihr nun also wirklich fasten möchtet, würden wir euch eine der letzten vier ans Herz legen.

 

Was bringt das Fasten? 

Das Fasten eignet sich zum einen zum Abnehmen – zumindest bis zum sogenannten Jojo-Effekt. Jedoch ist es zum reinen Abnehmen nicht empfehlenswert. Das Fasten ist vielmehr dazu da, um einen guten Start in eine Ernährungsumstellung zu haben. Durch die Methoden des fastens werden die eigenen Sinne geschärft und man lernt sein eigenes Hunger- und Sättigungsgefühl besser kennen. Es ist jedoch wichtig, die verschiedenen Methoden in ein Gesamtkonzept einzubinden, sprich zum Beispiel durch ausreichende Bewegung.
Das Fasten kann zusätzlich dazu dienen, eingeprägte Ernährungsmuster zu stoppen und das Essverhalten zu ändern. Durchgeführte Studien zeigen, dass Menschen nach einer Kur leichter nachhaltig ihren Lebensstil ändern können.

Wie lange soll man eine Fasten-Kur durchführen?

Zu aller erst sollte mit einem Arzt abgeklärt werden, ob durch eine Fasten-Kur gesundheitliche Risiken entstehen können. Wenn man sich schlussendlich entscheidet zu fasten, sollte man die 40 Tage Grenze nicht überschreiten. Nach 40 Tagen hat der Mensch eine gewisse physische Grenze erreicht. Jedoch merkt man durch eine Kur bereits früher die positiven Effekte. Vor zu langen Fastenplänen wird gewarnt! Der optimale Zeitraum ist zwischen sechs und 14 Tagen. Zudem hängt der Zeitraum aber auch von der eigenen physischen Verfassung ab.

Ist fasten gesund?

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Die Meinungen nach der Frage, ob fasten gesund ist, sind zweigeteilt. Es gibt verschiedene Ansichten, die für und die gegen eine Fasten-Kur sprechen. Zudem gibt es auch Ansichten, die sich teilweise widersprechen. Deswegen sollte jeder selbst entscheiden, ob, welche und wie lange er eine Kur durchführen möchte. Es ist jedoch empfehlenswert, vor Beginn einer Kur einen Termin bei seinem Hausarzt auszumachen. Bei diesem kann man sich über Kuren aufklären lassen und kann vorher checken lassen, ob gewisse gesundheitliche Probleme bei einem selbst auftreten können. Zudem sollte der empfohlene Zeitraum nicht überschritten werden.

 

So, wir hoffen wir konnten euch mit unseren Tipps rund um dieses Thema ein bisschen aufklären. 🙂

 

 

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