Radtour #11: Die Runde für Kilometerfresser

Radtour #11: Die Runde für Kilometerfresser

Radtour #11: Die Runde für Kilometerfresser

In die Ellwanger Berge und zwischen Lein und Kocher

Es gibt sportliche Radfahrer, die wollen keine Touristen auf zwei Rädern sein, sondern: Kilometerfresser. Wer sich sagt: Der Weg ist das Ziel, dem könnten diese abwechslungsreichen 96 Kilometer zwischen Aalen, Hohenlohe und dem Schwäbischen Wald gefallen.

 

  1. Start im Kochertal: Hier beginnt diese Runde für Rennradler und andere Kilometerfresser. Vom Fachsenfelder Ortsteil Waiblingen aus geht es auf dem Radweg rechts des Kochers nach Hüttlingen, perfekt zum lockeren Einrollen. Dann allerdings folgt eine kurze, aber heftige Steigung im Ort, nun weiter nach Schwenningen. Die Ellwanger Schönenbergkirche taucht kurz im Blickfeld, dann geht es westwärts nach Neuler. Dort weiter Richtung Adelmannsfelden. Auf dieser Hochfläche liegt der höchste Punkt der Tour (540 Meter ü. NN), wir folgen der Straße bis zur Burghardsmühle, die Abfahrt dahin – zwei schöne Kehren, neuer Asphalt – ist ein absoluter Genuss. Im Tal geht’s dann links Richtung Pommertsweiler – und nun wieder sportlich bergauf.
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    Foto: Oliver Giers
    Die erste Genuss-Abfahrt zur Burghardsmühle, nach 16 gefahrenen Kilometern:
    Neuer, holperfreier Asphalt, zwei schöne Kehren, bis zu 18 Prozent Gefälle.

     

     

     

  2. In den Nachbarkreis: Weiter geht’s auf schönen Sträßchen, die übrigens auch beiden Veranstaltern der Ostalbrallye hoch im Kurs stehen. In Pommertsweiler (Kilometer 20,5) rechts nach Straßdorf und Hinterbüchelberg. An einer Kreuzung im Wald in Richtung Wegstetten, jetzt müssen wir ein paar Kilometer auf einer Naturstraße fahren (Aussichtsfans, die einen Schotterweg nicht schlimm finden, können einen Abstecher zum sehenswerten Altenbergturm machen). Wir verlassen hier den Ostalbkreis und fahren ins Hohenlohische: dem Radweg Richtung Bühlerzell folgen, in Heilberg rechts Richtung Trögelsberg. Dann geht’s bergauf in den Wald (Richtung: Sulzbach-Laufen). An einer T-Kreuzung biegen wir nach links in die kaum befahrene Kohlenstraße ein (Kilometer 37), die nach zweieinhalb kerzengeraden Kilometern in eine Kreisstraße mündet. Dann kommt bald die zweitlängste Abfahrt der Runde (siehe großes Bild): 120 Tiefenmeter bis Sulzbach, dem tiefsten Punkt der Tour (340 m ü. NN).
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    Foto: Oliver Giers
    Ist einen Abstecher wert: Der Altenbergturm, der auf der höchsten Erhebung des
    Landkreises Schwäbisch Hall steht.

     

     

     

  3. Jetzt geht es erholsam knapp 10 Kilometer auf dem Kocherradweg talaufwärts. Ein Teil unserer Strecke, der Weg an der Kocherschleife bei Laufen, gehört zu den schönsten Abschnitten dieses Radwegs. Kurz vor Untergröningen verlassen wir das Tal, es geht aufwärts nach Waldmannshofen. Nach dem schwersten Anstieg der Tour (160 Höhenmeter) geht es über Kemnaten, Helpertshofen, Vellbach und Tonolzbronn weiter Richtung Ruppertshofen. Vor dem Ort, am Wasserturm, auf den Wirtschaftsweg in gerader Richtung nach Süden. Nach zweieinhalb Kilometern geradeaus folgt bald eine feine, nicht zu steile Abfahrt nach Täferrot. Vor dem Ort biegen wir nach links auf den Radweg durchs Leintal ein.
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    Foto: Oliver Giers
    Kocherbrücke bei Wengen: Knapp 10 Kilometerweitradeln wir entspannt auf dem – an diesem Abschnitt sehr schönen Kocherradweg talaufwärts.

     

     

     

  4. Die drei Kilometer bis nach Leinzell sind ein Beispiel für die Mühen des interkommunalen Radwegebaus Der separate Radweg hört dreimal jäh auf: weil ein Weiler (Ölhäuser) im Weg steht oder Grundstücksfragen nicht geklärt werden konnten. Durch Leinzell führt der ausgeschilderte Radweg über verkehrsarme, aber holprige Wegchen. In Mulfingen rechts ab, um einen unschönen Strecken Abschnitt im Tal liegen zu lassen. 70 Höhenmeter bergauf sind der Preis für wenig Verkehr und schöne Landschaft. Über Schönhardt wieder abwärts nach Heuchlingen, dann auf dem Leintalradweg bis Laubach, im Ort nochmal recht steil bergauf nach Bernhardsdorf – schöne Ausblicke, zum Beispiel auf die Alb, belohnen uns für die Mühe. Über Dewangen und Fachsenfeld zurück zum Startpunkt.
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    Foto: Oliver Giers
    Im Tal wäre der Rückweg entspannter: Doch auf den Höhen über dem Leintal gibt ’s verkehrsarme Sträßchen mit schönen Ausblicken – zum Beispiel aufs Schloss Horn.

     

Die Tour im Überblick

Steckenverlauf:
Waiblingen – Hüttlingen – Schwenningen – Neuler – Hinterbüchelberg – Heilberg – Sulzbach-Laufen – Waldmannshofen – Ruppertshofen – Leinzell – Heuchlingen – Dewangen – Waiblingen

Kondition:
mittel bis schwer – Tour mit zwei langen, erholsamen Tal-Abschnitten, dazwischen allerdings einigen knackigen Anstiegen

Landschaft:
Abwechslungsreiches Auf und Ab rund um Kocher- und Leintal – zu erleben auf vielen verkehrsarmen Sträßchen.

Sehenswürdig:
Schloss Fachsenfeld

Extra-Tipp:
Wem bei Leinzell (Kilometer 79) die Kraft langsam ausgeht, der kann abkürzen – und einfach den Leintalradweg bis Abtsgmünd nehmen.

Ziele, für die sich ein Umweg lohnt:
Altenbergturm, Schloss Untergröningen

 

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Gestaltung: Ricarda Pinzke

 

 

 

Informationen drumherum

Einkehr:
Gasthof/Biergarten Krone in Hinterbüchelberg (Tel. 07963-387)

Brauereigasthof Lamm in Untergröningen (Tel. 07975-284)

Café Leinmüller Leinzell (Tel. 07175-246)

 

Karte und Wegbeschreibung im Netz

Eine Multimedia-Reportage, eine detaillierte Karte plus Wegbeschreibung sowie gps-Daten zum Download gibt es im Internet unter www.schwaepo.de und www.tagespost.de.

 

Text: Bernd Müller, Fotos: Oliver Giers.

Adresse

SDZ Druck und Medien GmbH
Bahnhofstraße 65
73430 Aalen
www.schwaebische-post.de
www.gmuender-tagespost.de
www.sdz-medien.de

07361 594 214

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