Radtour #10: Mit dem Rad Grenzen überwinden

Radtour #10: Mit dem Rad Grenzen überwinden

Radtour #10: Mit dem Rad Grenzen überwinden

Im Welzheimer Wald: Mühlen und beschauliche Täler

Eine Tour, mit der wir neugierig über den Tellerrand der Kreisgrenze hinausschauen. Der Blick lohnt sich: Die Gegend nördlich von Alfdorf und Welzheim ist kaum zersiedelt, naturnahe Täler mit alten Mühlen machen die Radtour zum Kurz-Urlaub. Einem sportlichen: Einige knackige Anstiege müssen bezwungen werden.

 

  1. Zwei-Seen-Tour bis Welzheim: Vom Startort beim Sportplatz in Pfahlbronn müssen wir zum östlichen Ortsausgang. dann geht es in schneller Fahrt abwärts zum Leinecksee. Weiter geht es zum nur 700 Meterentfernt liegenden am Eisenbachsee, normalerweise einer der saubersten Seen in der Gegend, der im Sommer Schwimmer und Badende anlockt. Am rechten Seeufer entlang, dann rechts über das Brücke den Berg hoch nach Rienharz. Auf dem Radweg fahren wir nach Welzheim (am Ortseingang bietet sich ein Abstecher an zum nur 400 Meter entfernten Ostkastell). Dann geht’s weiter Richtung Mühlenwanderweg, von Welzheim nach Eberhardsweiler. Nach dem Ort der grün weißen Radwege-Beschilderung folgen, bald geht es im Wald abwärts ins Rottal (Kilometer 14).
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    Foto: Oliver Giers
    Sogar einen Olympiastützpunkt gibt ’s in Welzheim, wo sich auch ein Abstecher zum rekonstruierten römischen Kastell anbietet.

     

     

     

  2. Im gedachten Viereck zwischen Alfdorf, Gschwend, Kaisersbach und Welzheim gibt es keinen großen Ort, aber viele Mühlen. Und der Mühlenwanderweg ist fast durchgängig auch fürs Radeln geeignet. Wir folgen nun der Rot nach links, talaufwärts, bald kommt der Hüttenbühlsee, wenn man hier dem Bach auf den Grund blickt, weiß man, warum die Gegend hier „Sandland“ heißt. Wir kommenzur Vaihinghofer Sägmühle, Dort verlassen wir kurz den Wanderweg, fahren rechts rum zur stattlichen  Heinlesmühle. An einem Holzbohlenweg ist Entschleunigung angesagt, die 400 Meter Schieben auf diesem Wanderweg sind dank der schönen Natur ein Genuss, viel mehr als der ansteigende Radweg an der Hauptstraße. Wir passieren die Hundsberger Sägmühle, dann geht’s radelnd weiter zur Menzlesmühle zu sehen, wir fahren weiter dem Tal (jetzt: Mosbachtal) nach, bis der Weg an einem Wanderparkplatz endet.
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    Foto: Oliver Giers
    Entschleunigung bei der Hundsberger Sägmühle: Auf dem Holzbohlenweg ist für Radler eine Schiebepassage angesagt.

     

     

     

  3. Nun geht es nach Mönchhof. Im Ort an der großen Dorflinde rechts dem asphaltierten Weg geradeaus bis Kaisersbach folgen. Wir umfahren Kaisersbach rechts herum, stoßen auf den Radweg an der Straße, es kommt ein Kreisverkehr, der Ebnisee ist nun ausgeschildert, bald biegen wir auf einen Waldweg ab und fahren runter bis zum See, der bei gutem Wetter ein großer Anziehungspunkt ist, auch für Motorradfahrer, die die kurvigen Straßen lieben. Wir radeln nach links zur Hauptstraße, queren diese vorsichtig, kurz rechts, dann lassen wir den Trubel hinter uns und folgen dem Radweg zur Laufenmühle, auf dem man fünf wunderbar mühelose Genuss- Kilometer serviert bekommt.
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    Foto: Oliver Giers
    Beliebtes Ausflugsziel, nicht nur für Radler: der Ebnisee. Danach folgt ein Genuss-Abschnitt durchs Tal bis zur Laufenmühle.

     

     

  4. Die Laufenmühle mit Café, Kinderspielplatz und Walderlebnispfad ist ein schönes Ausflugsziel, gewissermaßen sogar mit Bahnanbindung: Die „Waldbahn“ ist eine stattliche Ausflugsbahn, allerdings mit Zukunftssorgen: Das Viadukt, unter dem unsere Tour durchführt, muss in den nächsten Jahren für geschätzte 2,9 Millionen Euro saniert werden, falls das Bähnle weiter fahren soll. Wir unterqueren das Viadukt, am Wanderparkplatz folgen wir dem Radweg-Schild in den Wald Richtung Rudersberg, am ersten Abzweig links hoch: Diese 120-Höhenmeter-Steigung ist der steilste Abschnitt unserer Tour – ein E-Bike tut da gut. Oben kommt man zu zwei Kuppelbauten am Waldrand – die Sternwarte Welzheim. Über Breitenfürst geht es auf dem Radweg zurück nach Pfahlbronn.
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    Foto: Oliver Giers
    Historisch, stattlich – und sanierungsbedürftig: Am Bahn-Viadukt an der Laufenmühle sieht man von unten die vielen Markierungen der Statik-Experten.

     

     

Die Tour im Überblick

Steckenverlauf:
Pfahlbronn – Leinecksee – Eisenbachsee – Rienharz – Welzheim – Eberhardsweiler – Mühlenweg im Rottal – Mönchhof – Kaisersbach – Ebnisee – Laufenmühle – Langenberg – Breitenfürst – Pfahlbronn

Kondition:
mittel bis schwer – Tour mit zwei langen, erholsamen Tal-Abschnitten, dazwischen allerdings einigen knackigen Anstiegen

Landschaft:
Abwechselnd Höhenlagen mit teils weiten Ausblicken und einsame Täler mit viel Natur

Sehenswürdig:
Mühlen am Mühlenwanderweg, Laufenmühle (Erlebnispfad Eins und Alles) und alter Bahn-Viadukt, Sternwarte Welzheim

Extra-Tipp:
Bequemer wird die Tour, wenn man für den Rückweg von Kaisersbach den Radweg zum Aichstrutsee wählt. Oder andersrum: Wer die Strecke noch verlängern mag, kann in Lorch am Bahnhof starten (6 km und 210 hm bis Pfahlbronn).

Ziele, für die sich ein Umweg lohnt:
Kastell Welzheim, Burg Waldenstein (Einkehrmöglichkeit) oberhalb von Oberndorf im Wieslauftal

 

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Gestaltung: Ricarda Pinzke

 

 

 

Informationen drumherum

Einkehr:

Gasthaus zum Löwen, Mönchhof (Tel. 07184-2762)

Waldschänke am Ebnisee (Tel. 07184-293692)

Café-Restaurant Molina im Eins+Alles (Tel. 07182-800726)

 

Eins+Alles:
Infos zum anthroposophisch orientierten Freizeitpark „Eins+Alles“ („Erfahrungsfeld der Sinne“) an der Laufenmühle: www.eins-und-alles.de

Waldbahn: Infos unter www.schwaebische-waldbahn.de

 

Mühlenwandertag 2016:
am Pfingstmontag, 16. Mai, haben alle Mühlen,geöffnet. Allerdings sind an dem Tag sehr viele Wanderer unterwegs, für Radfahrer kommt es auf dem Streckenabschnitt zu starken „Verkehrsbehinderungen“, sehr langsam und vorsichtig fahren ist angesagt. Oder gleich an einem anderen Tag dort radeln.

 

Karte und Wegbeschreibung im Netz

Eine Multimedia-Reportage, eine detaillierte Karte plus Wegbeschreibung sowie gps-Daten zum Download gibt es im Internet unter www.schwaepo.de und www.tagespost.de.

 

Text: Bernd Müller, Fotos: Oliver Giers.

Adresse

SDZ Druck und Medien GmbH
Bahnhofstraße 65
73430 Aalen
www.schwaebische-post.de
www.gmuender-tagespost.de
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07361 594 214

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