Radtour #9: Mit dem Rad ins Ries

Radtour #9: Mit dem Rad ins Ries

Radtour #9: Mit dem Rad ins Ries

Härtsfeld, Nördlingen und einmal den Ipf umrunden

Einmal im Jahr machen sich viele hundert Läufer auf, um von Bopfingen nach Nördlingen zu laufen – oder umgekehrt. Die Landschaft um die schwäbisch-bayrischen Nachbarstädte, durch die der Ipf-Ries- Halbmarathon führt, ist auch ausgezeichnet für eine Radtour geeignet.

 

  1. Start: Der Wanderparkplatz auf der Röttinger Höhe, auf rund 580 Metern über Meereshöhe gelegen, ist ein idealer Startpunkt. Man erspart sich jegliches Radeln entlang der Bundesstraße und kommt mit einer geringen Steigung (nur 60 Höhenmeter) schnell rauf aufs ruhige Härtsfeld. Dort geht’s am großen „Submissionsplatz“ vorbei, auf dem in diesem Jahr bei der Auktion 2400 Festmeter Holz im Wert von fast einer Million Euro den Besitzer gewechselt haben. Es geht weiter durch den Wald, dann leicht bergan nach Oberriffingen. Im Ort gleich wieder links, ein verkehrsarmes Asphaltsträßchen bringt uns ostwärts. Nach zwei Kilometern überqueren wir die Straße, die links runter nach Bopfingen führt, und fahren geradeaus in den Wald, wo wir den Sinkflug ins Ries einleiten.
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    Foto: Oliver Giers
    Natur auf dem Härtsfeld: Wo früher Erzgruben waren, sind jetzt idyllische Plätze, wie an diesem Weiher in der Nähe von Michelfeld.

     

     

     

  2. Es geht abwärts auf einem schönen, meist sanft abfallenden Waldweg, auf dem allerdings ein Trekkingrad oder Mountainbike einem das Leben leichter macht. An einer Gegensteigung hat man links einen schönen Ausblick auf Bopfingen, den Schlossberg und den Ipf. Noch gut einen Kilometer, bis uns der Weg am Rieskraterrand entlässt. Auf der frisch geteerten Straße links abwärts, dann rechts der Radweg-Beschilderung nach bis Nördlingen. Ohne nennenswerte Steigung rollen wir auf die zentrale Stadt des Rieskraters zu, durchqueren als letzten kleinen Ort Nähermemmingen, dann sind wir bald in der Vorstadt.
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    Foto: Oliver Giers
    Genussradeln ohne Höhenmeter: Im Ries zwischen Nähermemmingen und Nördlingen.

     

     

     

  3. Wir stoßen auf eine Ausfallstraße, fahren links und bald wieder rechts. Jetzt wird’s wunderschön: Dann den Weg der Eger entlang bis wir die Allee erreichen, die außen an der Nördlinger Stadtmauer entlangführt. Man wundert und freut sich, dass so ein feiner Weg auch für Radler erlaubt ist. Nach links geht’s zum Baldinger Tor, das den Zutritt zur Innenstadt eröffnet. Dort gibt es schöne Pausenplätze; später geht es vom Baldinger Tor aus nordwestwärts, der Radweg-Beschilderung nach. Erst auf einer Ausfallstraße, dann auf ruhigem Sträßchen nach Goldburghausen. Nach dem Ortsausgang nach rechts Richtung Kirchheim, hier müssen wir Radler leider auf der Kreisstraße fahren.
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    Foto: Oliver Giers
    Allee neben der Nördlinger Stadtmauer: Ein traumhafter Weg, den sich Radfahrer und Fußgänger mit ein bisschen Rücksichtnahme problemlos teilen.

     

     

  4. Vorsicht, nun kommt ein Warnhinweis: Die Tour ist auf den ersten zwei Dritteln der Strecke locker zu radeln, die meisten Steigungen kommen danach. Es gilt, sich Kräfte aufzusparen, sofern man nicht mit dem E-Bike unterwegs ist. Nach Kirchheim, in Kirchheim und hinter Kirchheim geht es bergan, am Blasenberg vorbei bis zur keltischen Freilichtanlage am Ipf, wo wir rechts hoch radeln, um dann den 668 Meter hohen Zeugenberg zu umrunden. Die Schotterabfahrt nach Oberdorf erfordert Konzentration und Vorsicht. In Oberdorf geht es bald wieder bergan, vorbei an Karkstein und Käsbühl, wo das steilste Bergaufstück lauert. Bis nach Röttingen ist die Steigung geringer, im Ort ist nach links die Radroute nach Lauchheim ausgeschildert, die zum Wanderparkplatz zurück führt.
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    Foto: Oliver Giers
    Des Ipfs kleine Brüder: Karkstein und Käsbühl sind zwei Berge, die westlich vom mehr als 100 Meter höheren Ipf den Blick auf sich ziehen.

     

     

Die Tour im Überblick

Steckenverlauf:
Wanderparkplatz B29/Erzweg, Oberriffingen, Trochtelfingen (Röhrbachsiedlung), Utzmemmingen, Nördlingen, Goldburghausen, Kirchheim, Oberdorf, Röttingen, Parkplatz

Kondition:
mittel – Tour mit fl achem Mittelteil im Ries. Kräfte aufsparen ist wichtig (alternativ: E-Bike nehmen): Die meisten Anstiege sind auf dem letzten Drittel der Strecke zu bewältigen (zwischen Kirchheim und Röttingen)

Landschaft:
Viele schöne Ausblicke, besonders der Ipf und der Blick übers Ries sind etwas Besonderes

Sehenswürdig:
Ipf, Stadt Nördlingen, Kloster Kirchheim (Infos, auch zu Führungen: www.kirchheim-am-ries.de)

Extra-Tipp:
Eine sehr lohnenswerte 360-Grad-Besichtigungstour ist es, wenn man die vollkommen erhaltene Stadtmauer Nördlingens mal nicht zu Fuß begeht, sondern mit dem Rad ganz umrundet (alle Wege sind für Radler erlaubt, aus Rücksicht auf Fußgänger sollte man sehr gemütlich rollen)

Ziele, für die sich ein Umweg lohnt:
Breitwangbahn (Kartrennbahn), Bopfingen, Schloss Baldern

 

 

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Gestaltung: Ricarda Pinzke

 

 

 

Informationen drumherum

Anreise per Bahn:
Wer mit dem Zug anreisen will – geht auch. Vom Bahnhof in Lauchheim sind es etwa vier Kilometer auf einem schönen Radweg bis zu unserem Startpunkt.

Einkehr:
Nördlingen mit vielen Cafés und Wirtschaften liegt ideal auf der Hälfte der Strecke.

 

Karte und Wegbeschreibung im Netz

Eine Multimedia-Reportage, eine detaillierte Karte plus Wegbeschreibung sowie gps-Daten zum Download gibt es im Internet unter www.schwaepo.de und www.tagespost.de.

 

Text: Bernd Müller, Fotos: Oliver Giers.

Adresse

SDZ Druck und Medien GmbH
Bahnhofstraße 65
73430 Aalen
www.schwaebische-post.de
www.gmuender-tagespost.de
www.sdz-medien.de

07361 594 214

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