Radtour #4: Auf den Spuren des „Bike the Rock“

Radtour #4: Auf den Spuren des „Bike the Rock“

Radtour #4: Auf den Spuren des „Bike the Rock“

Eine Mountainbikerunde auf den Spuren des Heubacher „Bike the rock“ – ohne sich gleich in die Abfahrt der Bundesligastrecke stürzen zu müssen: Im gemäßigten Modus können Tourenbiker auf dieser Runde den MTB-Standort Heubach von seinen schönsten Seiten kennenlernen. Und noch ein bisschen mehr.

  1.  Unser Startort, der Wanderparkplatz eingangs des Beurener Tals, hat den Vorteil, dass man den Alb-Anstieg in zwei Teilen absolvieren kann. Und dass man auf dieser Runde mehr Aussicht genießen kann als im engen Bergeinschnitt oberhalb der Heubacher „Stellung“, wo die Bike-the-Rock-Rennstrecke liegt. Nach etwas Einradeln vor Beuren geht’s auf Asphalt hoch zum Beurener Kreuz, von dort wieder leicht abwärts und in Halbhöhenlage auf den Bernhardus zu. Nachdem sich rechts der Blick ins Tal nach Weiler öffnet, geht’s links hoch in den recht steilen Schlussanstieg. Der übrigens auch Teil einer Rennstrecke ist: Hier plagen sich Mountainbiker bergauf beim Weilermer „Bernhardusna-anderschrom“-Rennen.
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    Foto: Oliver Giers
    Ohne Höhenmeter geht’s kaum: Wer am Albtrauf radelt, muss auch mal eine Steigung angehen. Unsere ist immerhin in zwei Portionen aufgeteilt.

     

     

  2. Rund 12 Kilometer weit, stets auf etwa 700 Meter Meereshöhe, geht es nun bis zum Rosenstein. Unterwegs fahren wir so nah an zwei der insgesamt 16 Windräder des Windparks Lauterstein vorbei, dass man bei entsprechendem Sonnenstand den gewaltigen Schattenwurf der Rotoren auf dem Weg voll abbekommt. Kurz treffen wir am Zwerenberg sogar auf die extrabreite Waldautobahn, die für die Transport-LKW der Windräder gebaut worden ist. Dann durch die Senke der Kitzinger Ebene zum Bargauer Kreuz, von da an ostwärts in Richtung Bärenberg, wo wir die Landesstraße überqueren. Jetzt streben wir dem Rosenstein zu, wo man sich an der Wegspinne am zentralen Parkplatz ausführlich übers „Bike the Rock“ informieren kann.
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    Foto: Oliver Giers
    Auf den Höhen der Alb bis zum Rosenstein. Besonders schön an heißen Sommertagen, weil es hier oben, wie der Schwabe sagt, „einen Kittel kälter ist“.

     

  3. Vom Parkplatz weiter bis zur nächsten Wegspinne. Dort nicht nach links zur Ruine, sondern halbrechts, auf den „Rundweg“ zum Ostfelsen, von wo man eine tolle Aussicht in Richtung Aalen hat. Weiter am Trauf des Rosenstein entlang, auf einem feinen Weg, auf dem Radfahren ausdrücklich erlaubt ist: Die Strecke gehört zu den offiziell von der Stadt Heubach ausgewiesenen MTB-Touren. Der Rückweg führt wieder von Wegspinne zu Wegspinne, dann geht’s am großen Parkplatz den Berg hoch. Überraschend steil kommt dieses kurze Stück daher, aber wer hier schon mal beim „Bike the Rock“ den sich quälenden Bikern zugeschaut hat, konnte so etwas ahnen. Wo’s dann runtergeht für die Profis, das zeigt ein großes Holzbalkentor mit der Aufschrift „DH Rosenstein“. Und mit Respekt schauen wir auf das Steinfeld (Bild), das die Biker gleich zum Einstieg empfängt.
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    Foto: Oliver Giers
    Aussichtsreich und herausfordernd: Am Ostfelsen hat man eine grandiose Aussicht, an der Downhill-Strecke des „Bike the Rock“ geht’s ebenfalls felsig zu.

     

     

  4. Die Downhill-Strecke sollte man als Normalo-Biker höchstens mal spaßeshalber ein Stück weit zu Fuß abwandern – oder als Zuschauer beim „Bike the Rock“. Unsere Strecke ist weitaus ziviler, es ist die steigungsmäßig sanfteste Abfahrt (auch als Aufstieg gut geeignet), die es rund um den Rosenstein gibt. Vorsicht ist allerdings geboten, weil immer mal wieder lose Gesteinsbrocken auf dem Weg liegen. Unten an der Straße dann rechts, entweder mit einer Bachdurchfahrt (Teil der Bike-the-Rock-Marathonstrecke) zurück zum Parkplatz oder sehr steil und ruppig links runter, hier sollten nicht so geübte Abfahrer aus Vorsicht schieben. Wer noch Lust auf ein paar Extra-Meter hat, nimmt den Schillerweg zur Stellung und schaut den Kids in der „Pumptrack“ zu – oder testet die wellige Betonpiste gleich noch selbst.
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    Foto: Oliver Giers
    Gepflegt abwärts statt Profi-Downhill: Am Hochberg nehmen wir die sanfteste Abfahrt, die es rund um den Rosenstein gibt. Und dann noch in den Pumptrack?

Die Tour im Überblick

Steckenverlauf:
Heubach – Beuren – Beurener Kreuz – Bernhardus – Kitzinger Ebene – Bargauer Kreuz – Bärenberg – Rosenstein – Hochberg – Heubach

Kondition:
Mittelschwere Radtour mit anstrengendem Anstieg auf die Alb

Landschaft:
Schöne Tallandschaft bei Beuren, schattige Wälder auf der Hochfläche – und ein grandioser Panoramablick vom Rosenstein

Sehenswürdig:
Fast direkt an der Rundweg-Strecke auf dem Rosenstein findet man zwei der dortigen Höhlen: Das Finstere Loch und die imposante Große Scheuer

Extra-Tipp:
Die Stadt Heubach hat vier eigene MTB-Touren ausgewiesen (unsere Runde berührt Teile davon): unter www.heubach.de, Suchbegriffe: „Heubach, Tour“

Ziele, für die sich ein Umweg lohnt:
Kapelle und Aussichtspunkt am Bernharduskopf (700 Meter Umweg), Ruine Rosenstein (800 Meter, Teilstück ist Schiebestrecke), Pumptrack in der Heubacher Stellung (1 Kilometer)

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Gestaltung: Ricarda Pinzke

 

 

 

Informationen drumherum

Einkehr

Waldschenke Rosenstein (www.waldschenke-rosenstein.de)
Albvereinshütte Rosenstein (www.albverein-heubach.de)

Karte und Wegbeschreibung im Netz

Ein Video, eine detaillierte Karte plus Wegbeschreibung sowie GPS-Daten zum Download und alle Teile der Serie gibt es im Internet unter www.schwaepo.de und www.tagespost.de.

 

Text: Bernd Müller, Fotos: Oliver Giers.

Adresse

SDZ Druck und Medien GmbH
Bahnhofstraße 65
73430 Aalen
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