Warum gibt es eigentlich Halloween Kürbisse?

Warum gibt es eigentlich Halloween Kürbisse?

Wolfram Daur

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Warum gibt es eigentlich Halloween Kürbisse?

Na dann klären wir doch erst mal warum es Halloween überhaupt gibt, bevor wir uns dem Kürbis widmen.

stonehenge-1053903_1280Zugeschrieben wird das Ganze, den alten Kelten. Genauer, einem keltischen Totenfest oder einfach einem Fest zum Ende der Erntezeit. Aber Totenfest klingt natürlich spaßiger. Der Kalender der alten Druiden ging nicht am 1. Januar los, sondern damals am 1 November. Hier gab es dann eine entsprechende Party am Vorabend, mit dem Namen Samhain. Wobei man sich bei dem Jahresanfang der Kelten auch nicht so ganz einig ist.
Was aber sicher ist, ist das im Neu-Irischen der 1. November den Namen „Oiche Shamhna“ trägt, was zumindest soweit übereinstimmt.

death-head-2276610_1280Die alten Iren waren, wie alle damals, sehr abergläubisch. Die Menschen dachten dass sich an diesem Tag Zugänge zu anderen Welten öffneten und allerlei Böses in die Welt brachte. Daher war es an Samhain nicht ratsam, das Haus zu verlassen. Man wollte ja nicht den Anhängern des Unterweltgottes begegnen. Um diese feindseligen Wesen zu besänftigen wurden Opfer dargeboten. Menschenopfer waren eher selten, sollten aber vorgekommen sein, glaubt man den Römern um 50 n.Chr. Ansonst waren es eher Tier- und Sachopfer.

skull-1626803_1280Was die alten Kelten aber noch gerne machten, war den besiegten Gegnern, die Köpfe abzuschneiden. Daher wurden Totenschädel großzügig eingesetzt. Es herrschte der Glaube vor, man würde sich somit die Kraft des Gegners aneignen. Stammte der Schädel von einem mächtigen Gegner wurde er sogar zu einer Art Trophäe und als Deko verwendet.


Damit hätten wir schon mal ein paar Grundbausteine für Halloween.

  1. Die düsteren Gestalten die draußen in der Nacht vor Samhain ihr Unwesen treiben.
  2. Die Opfergaben um diese zu besänftigen und
  3. die Vorliebe für Schädel, oder eher leere Augenhöhlen und Fratzen.

Der Name Halloween kommt von „All Hallows´ Eve“ oder „All Hallows´ Evening“. „All Hallows“ kommt aus dem Altenglischen und heißt „alle Heiligen“. Die Kirche machte dann aus Halloween – Allerheiligen, welches am 1. November gefeiert wird.

So, wie kommt jetzt der Kürbis ins Halloween-Fest?

halloween-2410865_1280Hier beginnt alles mit der Geschichte über den irischen Hufschmied, Betrüger und Trunkenbold Jack Oldfield. Der hatte am 31. Oktober in einer Bar so viel getrunken, dass der Teufel plötzlich neben ihm stand um ihn abzuholen. Mit einem Trick fing er den Teufel und zwang ihm das Versprechen ab, seine Seele auf ewig in Ruhe zu lassen. Als Jack dann im hohen Alter starb, klopfte er ans Himmelstor, die wollten ihn aber nicht, also bat er den Teufel um Einlass. Der hielt sich aber an sein Versprechen und ließ die Seele von Jack nicht ein. Tja, wohin nun, der Weg durch die ewige Dunkelheit war einsam und kalt.
Da wollte der Teufel auch nicht so böse sein und schenkte Ihm eine glühende Kohle, die nie erlosch. Jack stopfte die glühende Kohle in eine Rübe und wanderte dann mit seiner Rübenlaterne durch die Finsternis.

nature-3701091_12801845 gab es in Irland dann eine große Hungersnot. Viele Iren wanderten nach Amerika aus um dort ihr Glück zu finden. Mit Ihnen wanderte auch der Brauch des Halloween in die USA ein. Allerdings gab es dort nicht so viele Rüben, dafür aber Unmengen an Kürbissen. Der Mensch ist ja bekanntlich flexibel. Daher nahm er das, was am leichtesten Verfügbar war. Seit dem gibt es den Halloween Kürbis.


Der Begriff „Trick or Treat“ alias „Süßes oder Saures” wurde das erste Mal im Jahr 1927 dokumentiert.

halloween-3738415_1280Das Thema dahinter geht auf die „Haischebräuche“ zurück, die es schon seit langer Zeit gibt. Hier erhalten Menschen im Austausch, für Gebete an die Verstorbenen, vorgetragene Lieder oder Grüße, Gaben. Das Sammeln und Verkleiden zu Halloween geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Hier zogen Menschen in Verkleidung durch die Nacht und klopften an den Häusern. Sie trugen Verse vor und erhielten als Belohnung Nahrung. Wer Ihnen nichts gab oder nicht willkommen hieß, der wurde vor bevorstehendem Unglück gewarnt. Also gib mir was, sonst passiert dir was! Nicht ganz freundlich, aber je nach Definition eine Tradition, die sich fast überall finden lässt.

Auf Rhodos gab es einen Brauch, der schon in der Antike dem heutigen „Süßes oder Saures“ entspricht. Hier zogen Kinder, als Schwalben verkleidet, von Tür zu Tür und sangen dabei ein Lied. An jedem Haus verlangten sie nach Nahrung. Wer dem nicht nachkam, dem drohten sie mit allerlei Unfug.

Das ist also Halloween!

  1. Die alten Druiden glaubten, dass in der Nacht zum 1. November, sich die Pforten in eine andere Welt öffnen. Durch diese Pforten kommen schreckliche Kreaturen, die im Dunkel der Nacht ihr Unwesen treiben.
  2. Um diese Kreaturen zu besänftigen wurden Opfergaben angeboten.
  3. Für die Kelten waren die Schädel besiegter Gegner ein Symbol der Kraft, woher sich die Vorliebe der Fratzen herleitet, die heute in die Kürbisse geschnitten werden.
  4. Der Halloween Kürbis war eigentlich eine Rübe, in die der Betrüger Jack O, eine glühende Kohle legte um in der Dunkelheit seiner ewigen Verdammnis, etwas Licht zu haben.
  5. Durch die große Hungersnot in Irland 1845 wanderte der irische Brauch nach Amerika aus, die Rüben wurden dort aufgrund des Angebots durch Kürbisse ersetzt.
  6. Die Haischbräuche, wurden mit eingeflochten und es entstand im Laufe der Zeit das heut bekannte „Süßes oder Saures“.

1991 kam Halloween dann nach Deutschland. Wobei hier die „Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwarenindustrie (DVSI)“ eine entscheidende Rolle spielte. 1991 tobte der Golfkrieg und der Karneval wurde deswegen abgesagt. Jetzt hatten die Kostümhersteller ein Problem, denn ohne Karneval, kein Absatzmarkt für die hergestellten Kostüme und Masken. Also suchte man nach einer Alternative um die Karnevalartikel zu verkaufen und stieß auf das Halloween Fest. So wurde der Grundstein für eine neue Tradition in Deutschland gelegt.

rawpixel-1048261-unsplash2009 betrug der Umsatz an Halloween-Artikeln in Deutschland bereits 30 Millionen Euro. In den letzten Jahren gaben die Deutschen ca. 200 Millionen Euro aus um Halloween-Produkte zu kaufen. Die Amerikaner, im Vergleich, geben jährlich ca. 6,7 Milliarden Euro aus um sich den Spaß eines zweiten Karnevals zu gönnen.

Na dann, „Happy Halloween“!

Bild: Pixabay und Unsplash

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